Unsere kleine Herbstauszeit in Vöran (Südtirol)

Die erste Novemberwoche im letzten Jahr verbrachten wir in einer tollen Airbnb Wohnung von Johanna mit unseren Freunden und deren Hund. Der kleine Ort Vöran liegt auf etwa 1200m ü.d.M., direkt oberhalb der Stadt Meran auf einer Anhöhe des Tschögglberges und garantiert Sonne pur.

Das kleine Örtchen ist sehr idyllisch und eignet sich super zum Wandern, Mountainbiken oder einfach nur zum entspannen. Johanna und ihre Familie waren ganz wundervolle Gastgeber! Die Wohnungen sind sehr liebevoll und gemütlich eingerichtet und man darf ein Haustier mitbringen, was für uns in diesem Urlaub ein wichtiger Faktor war. Wir haben unglaublich leckeres und frisches Landbrot, Eier und Milch von der Familie bekommen. Den letzten Abend haben wir gemeinsam mit der Gastgeberin Johanna bei einem kleinen Lagerfeuer verbracht und dabei Kastanien geröstet.

06:30 Uhr – Kurz vor Sonnenaufgang.

Knottenkino

Den ersten Tag ließen wir entspannt angehen. Nach dem Mittag essen machten wir eine kleine Wanderung zum Knottenkino, ein Freiluftkino mit 30 Kinosesseln aus Stahl und Kastanienholz am Hochplateau von Hafling, Vöran und Meran 2000. Von dort aus hat man eine wunderschöne Sicht auf Meran! Der Anstieg zum Naturkino ist für ein kurzes Stück ziemlich steil, aber wenn man sich Zeit lässt, ist es auch für Familien kein Problem. Die Aussicht ist definitiv die Anstrengung wert! Auf dem Weg zum Knottenkino liefen wir durch einen schönes  Waldstück und über eine große Wiese, auf der einige Kühe frei herum liefen! Man konnte den tollen Tieren dabei ganz nah kommen. Im Anschluss sind wir noch im Eggerhof eingekehrt, wo wir ganz traditionell einen köstlichen Kaiserschmarrn aßen.

Aussicht vom Knottnkino auf Meran und Umgebung.

Meran 2000

Am nächsten Tag wagten wir einen größeren Aufstieg. Wir fuhren zum bekannten Ski- und Wandergebiet Meran 2000 und parkten an der Gondelstation Falzleben (1620m). Unser Ziel war der Kratzberger See auf etwa 2.100m ü.d.M.. Wir wanderten circa 2 Stunden und bemerkten dann, dass wir falsch abgebogen und nicht mehr auf der geplanten Route waren. Somit beschlossen wir, querfeldein einen sehr steilen Hang hinauf zu gehen. Das war wirklich unglaublich anstrengend und kräftezehrend! Auf der Hälfte unserer abenteuerlichen Bergbesteigung entdeckten wir ein gemütliches Plätzchen und machten erstmal Rast. Natürlich waren wir super vorbereitet und hatten uns im voraus Brote geschmiert und Obst mitgenommen. Von diesem Punkt aus war es dann noch etwa 1h bis zum See und überall gab es wunderschöne Aussichten auf die umliegende Bergwelt. Und nicht zu vergessen diese unvergleichbare klare Bergluft!

Den Bergsee hatten wir uns zwar noch etwas größer vorgestellt, aber er war trotzdem sehr schön anzusehen. Vor unserem Abstieg kehrten wir noch in der Meraner Hütte (1.960m) ein und stärkten uns. Es gab wieder einmal Kaiserschmarrn, Knödelsuppe und Kastanienkuchen (wir wollten ja schon gern wissen, wie der gemacht ist, aber die Kellnerin konnte einfach nicht verstehen, wieso wir das nicht wissen :-D). Dann machten wir uns an den Abstieg und waren zufrieden, satt und ausgepowert.

Kratzberger See – 2100m ü.d.M.

Partschinser Wasserfall

Ja, wir gestehen, wir waren nicht nur zum wandern da! Am dritten Tag zog es uns dann in die Innenstadt von Meran. Vorher besuchten wir noch den Partschinser Wasserfall. Kleiner Tipp von uns: Wenn ihr keine wandertaugliche Kleidung dabei habt (wie wir an diesem Tag), dann parkt so weit oben wie möglich! Mit dem Auto lässt es sich fast bis zum Wasserfall fahren. Von dort sind es noch circa 5-10 Minuten Fußweg. Wir haben uns leider vorher darüber keinerlei Gedanken gemacht und mussten 40 Minuten steil bergauf zum Wasserfall laufen. Das hat sich aber gelohnt! Der Wasserfall gilt als einer der schönsten im Alpenraum, was wir nur bestätigen können. Noch beeindruckender ist er wohl im Frühsommer, wenn durch die Schneeschmelze bis zu 6.000 Liter Wasser in die Tiefe donnern. Der fein aufsteigende Sprühnebel glitzert dabei in der Sonne und durch das Rauschen des Wassers lässt es sich wunderbar entspannen und abschalten.

Auch die Innenstadt von Meran hat einiges zu bieten. Die kleinen Märkte, auf denen es tolle Leckereien gibt sowie die kleinen Läden und Boutiquen –  ein kleines Shoppingparadies für Frauen! Es ist in etwa mit Bozen zu vergleichen, falls ihr dort bereits gewesen seid.

Stoanerne Mandln

Am letzten Tag lag nun unsere letzte Wanderung vor uns. Es ging nochmals auf 2.000m Höhe zu den Stoanernen Mandln (was in Südtiroler Mundart so viel wie “steinerne Männchen” bedeutet), von denen man bei klarer Sicht einen Blick bis auf das benachbarte Dolomitengebirge haben soll. Johanna hatte uns diese Wanderung empfohlen und uns am frühen Morgen mit dem Auto ein Stück mit auf den Berg genommen. Von Ihrer kleinen Berghütte in unmittelbarer Nähe der Leadner Alm (1500m) starteten wir den Aufstieg. Dies sparte uns bereits eine große Strecke an Weg und einige Höhenmeter. Der Weg zu den Mandln verlief zunächst durch ein großes Waldstück und dann über mehrere Forstwege. Dabei lies das Sonnenlicht die Natur noch einmal in Ihren schönsten Farben erstrahlen, was für Anfang November einen absoluten Glücksfall darstellte. Auf unserer Route waren wir zunächst allein unterwegs. Keine Wanderer oder Mountainbiker weit und breit. Plötzlich standen wir vor einem großen Holzhaufen, der uns den Weg versperrte! Hier waren gerade ein paar Waldarbeiter dabei Holz zu sägen. Ruck zuck wurden die gefällten Bäume am Seilzug den Berg hinauf gezogen, dabei vollautomatisch entastet und in handliche Stücke gesägt. Unglaublich, diese Technik. Wir hatten so etwas zuvor noch nicht gesehen. Da es keinen anderen Weg gab kletterten wir vorsichtig um den Holzhaufen herum. Im Anschluss ging es vorbei an einem niedlichen Bach und über eine große Bergwiese einen letzten kurzen Anstieg hinauf auf das Berg-Plateau. Oben angekommen staunten wir nicht schlecht. Diese Aussicht: Einfach nur WOW. Hunderte Steinfiguren, überall soweit man blicken konnte und in der Mitte stand das Gipfelkreuz. Was es mit diesen Figuren auf sich hat und wie sie entstanden sind ist immer noch ungeklärt und sorgt auch bei den Einheimischen nur für Spekulationen. Dazu ein 360 Grad Blick auf die umliegenden Berge. Dieser Ausblick war die tollste Belohnung, die wir uns hätten wünschen können! Wir suchten uns einen ruhigen und windgeschützten Platz zum Frühstücken und entspannen. Anschließend haben wir noch ein paar tolle Erinnerungsfotos geschossen und uns in das Gipfelbuch eingetragen!

Gipfelkreuz auf den Stoanernen Mandln.

Auf dem Rückweg kehrten wir noch in der Leadner Alm ein und stärkten uns mit Brettljause,  einem letzten Kaiserschmarrn und Cappuccino. Und so ging auch schon der letzte Tag des Urlaubs zu Ende!

Dieser kleiner Ort Vöran, seine Umgebung und unsere tolle Unterkunft, es stimmte einfach alles! Wir hatten eine tolle Zeit mit unseren Freunden und werden mit Sicherheit nicht das letzte Mal in der Region Meran gewesen sein! Trotz dem vermeintlich späten Zeitpunkt unseres Urlaubes hatten wir das herrlichste Wetter! Es waren angenehme Temperaturen und die Sonne hat jeden Tag für uns gelacht!

Blick auf den Sonnenuntergang aus unserer Unterkunft.

Wir hoffen unser kleiner Beitrag zu Südtirol hat euch gefallen! Über ein kurzes Feedback, Anregungen, Tipps, Wünsche oder sonstiges würden wir uns sehr freuen! Wart ihr vielleicht selbst schonmal in Vöran oder im Meraner Land? Wenn ja, welche Erfahrungen habt ihr dort gemacht und was sollen wir uns beim nächsten Mal unbedingt anschauen?

Bis bald,

N & D <3

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2 Kommentare

  1. Hallo ihr Beiden,
    der Beitrag über eure Zeit in Südtirol ist echt schön. Ich bin dort auch jedes Jahr (in Schenna). Die Wanderung zum Stoanernen Mandln steht übrigens – dank eurer Empfehlung- auf meiner diesjährigen To-Do-Liste.
    Vielen Dank dafür 🙂

    Liebe Grüße aus Berlin
    Sophia

    P.S: Gerne hätte ich den Beitrag auch geliked bzw. ich würde eurem Blog gerne folgen. Vielleicht könnt ihr die Funktionen noch hinzufügen.?

    1. Liebsten Dank!

      Die sind auch wirklich eine Wanderung wert! Der Ausblick von dort oben und einfach das gesamte Umfeld ist herrlich! Beim Aufstieg wünschen wir dir schonmal viel Spaß!

      Deinen Tipp haben wir direkt umgesetzt und man kann unseren Blog jetzt auch liken und folgen. Vielen Dank für dein Feedback! Hab einen schönen Tag!

      Liebe Grüße aus Erfurt nach Berlin! (:

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