Winter in den Dolomiten – Toblach (Südtirol)

Im Februar diesen Jahres fuhren wir für ein paar Tage nach Südtirol in den kleinen Ort Toblach (italienisch Dobbiaco). Der kleine Ort im Südtiroler Pustertal, auch oft als das „Tor zu den Dolomiten“ genannt, hat mit seinen zahlreichen Bergseen, Naturparks und auch als Wintersportort einiges zu bieten.

Hotel Moritz – gemütlich, herzlich und traditionell

Während unseres Aufenthalts wohnten wir im Hotel Moritz in der Alpensuite mit wunderschönem Ausblick auf die Toblacher Bergwelt! In den Tagen, die wir im Hotel Moritz verbrachten, fühlten wir uns fast wie Zuhause. Die Betreiber des Hauses empfingen uns mit deren typischer italienischer Gastfreundschaft – herzlich und zuvorkommend. Der Eingangsbereich, die große urige Bar und auch der Speiseraum versprühten den Charme vergangener Jahre und waren dementsprechend eher traditionell eingerichtet. Alles war sehr sauber und gepflegt. Wir fühlten uns sofort heimisch und geborgen.

Einige der Zimmer des Hotels wurden neu gestaltet und modernisiert. Dazu zählte auch unseres. Als wir das Zimmer betraten, kam uns direkt ein angenehmer Geruch aus Holz entgegen. Durch die riesige Fensterfront und das helle Holz war das Zimmer lichtdurchflutet und freundlich. Ein großer Balkon, Liegestühle und ein paar Decken luden zu entspannten Minuten und zum Sonne tanken ein. Nicht weniger schön war das Badezimmer. Eine moderne Ausstattung mit großem Spiegel und einer Regendusche, direkt unter den Holzbalken des Dachstuhls. Da es Nathalie gesundheitlich einen Tag nicht so gut ging, verbrachten wir ein paar Stunden mehr in unserem Zimmer als geplant. Das war aber nicht weiter schlimm, da wir uns in diesem Zimmer einfach rundum wohl fühlten.

Wellness und Essen

Der Wellnessbereich des Hotels war klein, aber für uns vollkommen ausreichend. Es gab eine kleine Holzsauna und einen Whirlpool, eine Dusche, ein Wechselbad für die Füße und zwei Liegen. Hier konnten wir nach unseren Tagen in der Kälte und auf der Skipiste gut entspannen und zur Ruhe kommen.

Auch das Essen war hervorragend. Täglich gab es frische Salate und mehrere Gänge mit mehr als ausreichend großen Portionen. Wir haben es wirklich selten geschafft aufzuessen. Dabei wurden regionale Spezialitäten und eine Auswahl italienischer Gerichte serviert. Es gab diverse Kartoffel- und Steakgerichte, Speck- und Spinatknödel, dazu meist Parmesan und zerlassene Butter, sowie die klassische Spaghetti Bolognese.

Pragser Wildsee – Lago die Braies

Am ersten Tag unseres Urlaubs besuchten wir den Pragser Wildsee (italienisch Lago di Braies). Diesen kannten wir bereits von vielen Instagrambildern und wollten ihn natürlich nicht verpassen, da er zu den schönsten Bergseen in den Dolomiten gehört. Nach unserer siebenstündigen Anfahrt entschieden wir daher kurzerhand, einen kleinen Abstecher zu machen. Der kleine Zwischenstopp hat sich durchaus gelohnt. Der See war komplett gefroren und zeigte uns nicht, wie wir es von Fotos kannten, sein türkisgrünes und glasklares Wasser. Alles war weiß und schneebedeckt. Trotzdem oder gerade deshalb war es eine tolle Kulisse. Wir konnten auf dem Bergsee spazieren gehen und machten ein paar tolle Fotos. Leider waren die Parkplatz-Preise dementsprechend hoch. Für unseren kurzen etwa 40-minütigen Aufenthalt bezahlten wir bereits 5€.

Skiplatz Kronplatz – lange und breite Pisten

Zwei Tage unserer Reise verbrachten wir im Skigebiet Kronplatz. Der Skipass während der Hochsaison hat uns für zwei Tage 107€ pro Person gekostet. Wir starteten an der Talstation Olang/Gassl. Von dort ging es mit der Gondel in wenigen Minuten vorbei an der Mittelstation bis nach oben auf das Bergplateau. Oben angekommen suchten wir uns zunächst eine einfache Piste für die erste Fahrt. Auf den 120 Pistenkilometern rund um den Berg findet man Abfahrten für alle Könnerstufen. Diese zeichnen sich vor allem durch ihre große Breite aus und verlaufen teilweise ineinander. Das Bergplateau ist dabei der Ballungspunkt, wo alle Ski- und Snowboardfahrer zusammenkommen. Daher ist dort oben immer extrem viel los und wir haben erstmal einen kleinen Schock bekommen, weil hier so viele Menschen unterwegs waren! Nachdem wir eine Abfahrt gewählt hatten und die ersten hundert Meter gefahren waren, merkten wir aber sofort, dass es besser wurde. Durch die große Auswahl der Abfahrten verteilten sich die Massen recht gut und wir konnten doch ziemlich entspannt und frei fahren. Für Anfänger, die zum ersten Mal Ski fahren, fanden wir die blauen Pisten schon recht anspruchsvoll. Ich bin dieses Jahr das 3. mal gefahren und hatte teilweise gut damit zu tun, unten heil anzukommen :-D. Ein großer Vorteil ist aber, dass die Pisten so unglaublich breit sind, sodass ich ungestört meine Kurven fahren konnte. Auch für Essen und Trinken ist ausreichend gesorgt. Es gibt unzählige Hütten, bei denen man einkehren und lecker essen kann.

Noch mehr Bergseen und leckere Pizza

Am letzten Tag unseres Urlaubs machen wir uns nach dem Frühstück auf zum Toblacher See (Lago di Dobbiaco). Dieser war keine 5 Minuten von unserem Hotel entfernt. Dort konnte man schön spazieren gehen, Fotos machen und die frische Bergluft genießen. Es war auch der einzige Bergsee, der nicht komplett gefroren war. Nachdem wir dort eine Weile verbrachten, fuhren wir weiter durch das ansehnliche Höhlensteintal zum Misurinasee (Lago di Misurina). Auch dort konnten wir wieder über die Eisfläche spazieren. Im Hintergrund waren die Berge und das Grand Misurina Hotel.

Der gefrorene und schneebedeckte Lago Misurina mit dem Grand Misurina Hotel

Danach fuhren wir noch weiter bergauf in Richtung der Drei Zinnen. Leider war die Zufahrt am Antornosee auf 1.866m Höhe wegen den dort vorhandenen Schneemengen gesperrt. Von dort aus konnte man auf Wunsch mit Schneemobilen weiter fahren. Wir drehten noch eine kleine Runde über den See, fuhren anschließend wieder zurück zum Hotel und holten uns eine große köstliche! Pizza in der Pizzeria Hans, direkt an der Straße. Am späteren Nachmittag machten wir dann nochmal einen Spaziergang durch Toblach, über die schneebedeckten Felder und Skiloipen der Umgebung und genossen die letzten Stunden unseres Aufenthalts.

Die Dolomitenregion rund um Toblach hat uns super gefallen und wir werden mit großer Wahrscheinlichkeit wieder kommen. Auch zum Wandern scheint es ein tolles Gebiet zu sein. Wir haben uns dort sehr wohl und gut aufgenommen gefühlt.

Bis bald,

N & D <3

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